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Kunst im Haus der sieben Laster
+++Unser Museumsshop ist eröffnet+++Wir freuen uns auf Sie!+++ Die Geschichte des "Haus der sieben Laster"

Die sieben Laster am DeckenbalkenHier erfahren Sie etwas aus der langen Geschichte des historischen "Haus der sieben Laster". Gleichzeitig haben wir die Jahreszahlen mit den entsprechenden historischen Ereignisse des betreffenden Jahres bei Wikipedia verknüpft, um Ihnen eine bessere Einordnung der Geschehnisse in der Geschichte zu ermöglichen. Viel Spaß beim Bummel durch die Jahrhunderte.


Ein herausragendes Merkmal dieses Haus, am ursprünglichen Schuhmarkt gelegen, sind die geschnitzten Fratzen am Deckenbalken über dem Eingang zum Museum. Durch diese Köpfe, interpretiert als die biblischen "sieben Laster" (Hochmut, Neid, Unkeuschheit, Unmäßigkeit, Zorn, Trägheit und Geiz) wurde dieses Haus bekannt und berühmt. Die Köpfe wurden wahrscheinlich ursprünglich zur Abwehr böser Geister beim Umbau oder Neubau des Anwesens im Jahre 1567 angebracht.

Aus den ersten Jahren nach dem Bau ist über das Haus nicht viel bekannt. Einige der Bewohner, teilweise alteingesessene Limburger Familien sind als die ersten Eigentümer bekannt. Ursprünglich gehörte es wohl dem Kloster Bärbach, von diesem hat es Henchin Hebenfoirer um 1480 gekauft. 1567 wurde es fast komplett neu errichtet. Das Haus wechselte in den ersten zweihundert Jahren mehrfach den Besitzer und war unter anderem im Besitz eines Wilhelm Mallembre (1652), Hieronimus Minor (1679), Simon Langenbach (1690), Joseph Conradi und Advokat Johann Martin Ulrich (1808).

1843 gibt Peter Joseph Hammerschlag bekannt, das er im ehemaligen Ullrich'schen Hause ein Material-, Farben- und Colonial-Waaren-Geschäft errichtet habe und "da die meisten Waaren jetzt angekommen, kann ich meine verehrlichen Abnehmer prompt bedienen und preiswürdige Waare zusichern. Auf die gewöhnlichen Thee's, sowie auf grünen und schwarzen Thee mit Blumen, feinere Gewürze, Haaröle,Unser Siegel Pomade, ganz vorzügliche Fettglanzwichse mache besonders aufmerksam, sowie auch in Caffe's immer eine reine Waare sichere..." (Limburger Wochenblatt Nr. 42 vom 15.10.1843) . Am 16. Oktober 1843 verkaufen die bisherigen Eigentümer Ullrich ihr Wohnhaus mit Stall für 2700 nfl. an Hammerschlag. 1865 geht das Haus an den Bruder Jacob Hammerschlag über. Das Haus wechselt in der Folge mehrfach den Besitzer bis im April 1874 ein gewisser Löb Levi das Anwesen erwirbt. Im gleichen Jahr eröffnet Ferdinand Levi eine Gußeisen und Spezereienhandlung. 1887 verfügt das Haus des Handelsmann Löb Levi "über 8 Zimmer und 1 Kammer, worin 3 Personen wohnen". 1892 wird das Haus für den Preis von 8.000 Mark an den Gastwirt Carl Gasser erworben. Der baut es mit Genehmigung des Landratsamtes und der Nachbarn um. Zwei Schaufenster werden eingebaut, und die Haustüre wird nach rechts verlegt.

1897 kauft ein gewisser Leo Hirsch das Haus dem zwischenzeitlichen Besitzer Wilhelm Goldblatt für 11.000 Mark ab und eröffnet eine Metzgerei. Für den gleichen Preis geht das Haus 1900 den Brauereivertreter P. Henninger und 1903 eröffnet der neue Eigentümer Hermann Krekel in dem Haus eine Rinds- und Schweinemetzgerei. 1907 erwirbt die Schuhwarenhändlerin Josephine Stahl das schiefergedeckte dreistöckige Fachwerkhaus mit Keller und 1911 eröffnet dort die Witwe Josephine Bender eine Schuhhandlung. 1913 wird das Fachwerk wieder freigelegt. Neben Josephine Bender ist der Kaufmann Julius Bender Mitbesitzer und betreibt in dem Haus ein Schuhwarengeschäft.

1956 ist das Haus im Besitz der Witwe Martha Wolf und 1966 ersucht Frau Martha Pötz, "wohnhaft Austraße Nr.2, das Stadtbauamt, den Einbau einer Toilette mit Brausenische und Waschbecken im Erdgeschoß ihres Hauses, Parz.39, zu genehmigen. Haus der sieben LasterDas Gebäude, das aus Fachwerk bestehe, teilweise aber massiv gemauert sei und drei volle Geschosse habe, sei ein Eckhaus und liege in der Altstadt in der Brückengasse und nach 'Der Erbach' zu. Die Höhe der Außenwand betrage 8 m, des Sockels 4 m. Die Küche soll verkleinert, eine neue Leichtwand aus Schwemmsteinen gebaut und eine kleine Diele vor dem Bad eingerichtet werden. Es sei beabsichtigt, zwei Küchenfenster nach dem Berg zuzumauern und für das Bad ein neues Fenster einzubrechen. Die Tür zwischen dem Wohn- und Schlafzimmer würde ebenfalls zugemauert. Die Klappläden an der Brückengasse sollen entfernt werden, da sie wegen der engen Gasse eine Vekehrsbehinderung bilden und durch Unbefugte aufgemacht und zugeschlagen würden. Sie sollen durch Innenjalousien ersetzt werden. Die Abwässer würden in eine bestehende Klärgrube, die direkt an der hinteren Hauswand liegt, gemäß Grundriß abgeleitet. Sämtliche Räume sollen renoviert und die Erdgeschoßwohnung, die schon lange Zeit bewohnt ist, vermietet werden."

1968 erhält das Haus den Namen "Haus der sieben Laster".

2001 erwerben Vildan und Gunnar Hillenbrand das Anwesen und restaurieren es nach und nach entsprechend der vorhandenen historischen Vorgaben.

2007 eröffnet Vildan Hillenbrand das Museum "Kunst im Haus der sieben Laster".


Wir danken Johann-Georg Fuchs für die Bereitstellung seiner Unterlagen über dieses Haus und Stadtarchivar Christoph Waldecker für seine Hilfe.




Die wichtigsten Links zum Thema
Fachwerkhaus - ein kurzer historischer Überblick
Fotos aus der Restaurierungsphase des "Haus der sieben Laster" folgen in Kürze!



  
  
  
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