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Kunst im Haus der sieben Laster
+++Unser Museumsshop ist eröffnet+++Wir freuen uns auf Sie!+++ Fachwerk - kurzer Blick auf die Geschichte

Blick in den Römer - Foto mit freundlicher Genehmigung von Harald WagnerDer Fachwerkbau war bis in das 19. Jahrhundert hinein der vorherrschende Baustil und prägte nördlich der Alpen bis nach England hin über mehrere Jahrhunderte hinweg den Baustil von Städten. Ein klassisches Fachwerkgebäude hat als tragendes Element ein Gerüst aus Holzbalken, die Zwischenräume sind mit einem Holz-Lehm-Verbund oder Ziegeln gefüllt. Grund für den Siegeszug dieser Bauweise war die leichte Verfügbarkeit des Holzes und des Lehms (oft einfach aus der Baugrube) in der näheren Umgebung. Meist wurde Stiel- oder Traubeneiche, in Nadelholz-Gegenden auch Tanne, verwendet. Das Gefach, die Zwischenräume, wurde mit einem Holzgeflecht versehen und mit Lehm ausgefüllt.

Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Arten der Bauweise unterscheiden: Der etwas ältere, mittelalterliche Ständerbau (auch Geschossbau genannt). Merkmal sind die bis zur Traufe durchgehenden Wandständer und der später in Gebrauch kommende sogenannte Rähmbau (oder auch Stockwerksbau). Bei dieser Bauweise wurden die Stockwerke praktisch als eine geschlossene "Kiste" hergestellt und übereinander gestapelt. Diese Bauweise ist an den Häusern leicht zu erkennen: Das obere Stockwerk steht oft etwas gegenüber dem unteren Stock über. Bei beiden Bauweisen waren auch schräg verlaufende Balken notwendig, um das gesamte Bauwerk zu stabilisieren.

Der Rähmbau blieb über eine lange Zeit unverändert, lediglich die Schmuckformen änderten sich häufiger. Vor allem bei den schräg verlaufenden Balken kam ab dem 15. Jahrhundert zu vielerlei Gestaltungsvarianten in Form von Reliefen, Mustern oder Inschriften.

Dabei haben sich in Deutschland drei verschiedene Stilrichtungen herausgebildet:

    • Alemannisches Fachwerk: Kommt vorwiegend im südwestdeutschen Raum, Schweiz und Elsass vor

    • Fränkisches Fachwerk Kommt überwiegend in Franken, Thüringen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz vor

    • Niedersächsisches Fachwerk Kommt fast nur in Norddeutschland zwischen Holland und Ostpreußen vor

Allerdings finden sich in allen diesen Gebieten auch Beispiele anderer Stilrichtungen.

Mit modernen Untersuchungsmaßnahmen lassen sich mittlerweile das Alter der verwendeten Hölzer exakt bestimmen. Damit sind, gerade hier in Limburg, mit die ältesten Fachwerkbauten in Deutschland gefunden worden. Trotz der verheerenden Zerstörungen im Laufe des 2. Weltkrieges sind in Deutschland noch mehr als eine Million Fachwerkhäuser vorhanden.

Hier ein paar Bilder von der gelungenen Sanierung eines alten Burgmannenhofes (Römer 1) in Limburg, einem der ältesten Fachwerkhäuser (erbaut 1296) in Deutschland:

Römer 1 vor der Sanierung, verputzt und unscheinbar
Römer 1 vor der Sanierung,
verputzt und unscheinbar
Römer 1 während der Sanierungphase
Römer 1
während der Sanierungphase
Römer 1 nach der Sanierung / Blick von der Langen Treppe
Römer 1 nach der Sanierung /
Blick von der Langen Treppe
Römer 1 nach der Sanierung / Blick vom Hof
Römer 1 nach der Sanierung /
Blick vom Hof




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Ausführliche Informationen Thema Fachwerk
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